Der Meißner Arzt Dr. Samuel Hahnemann (1755 - 1843) veröffentlichte 1796 als Erster das Ähnlichkeitsprinzip. Es besagt, dass ein Stoff, der bei einem gesunden Menschen bestimmte Krankheitssymptome hervorruft, einem kranken Menschen, der unter ähnlichen Symptomen leidet, helfen kann. Bis zu seinem Tod in Paris forschte, publizierte und praktizierte Dr. Samuel Hahnemann. Er war dabei von seiner Idee getragen, „natürliche Krankheitszustände aufzuheben“ und darüber hinaus, wie dies „schnell, sanft und dauerhaft“ erreicht werden kann (Organon der Heilkunst §2, §22).

In der Erstanamnese soll ein möglichst vollständiges Bild der Symptome entstehen, um eine Arznei zu finden, die dem Krankheitsbild eines Menschen am ähnlichsten ist. Dabei werden alle Symptome (Mensch als Einheit) berücksichtigt, z.B. der Verdauung, der Haut, des Schlafes, der Atmung, des Skelett- und Bewegungsapparates, des Nervensystems, der Sinnesorgane und des Gemütes, um nur einige zu nennen. Die ermittelte Arznei wird nun in ihrer Dosierung und Potenz individuell angepasst. Nach der Gabe wird die Reaktion auf die Arznei nach bestimmten Kriterien immer wieder neu beurteilt (Folgeanamnese). Aus diesem Grunde können das Arzneimittel bzw. die Potenz wechseln, je nach Reaktionslage und dem bisherigen Krankheitsverlauf des Menschen.

Die Dauer einer homöopathischen Behandlung ist von bestimmten Faktoren abhängig. Als grobe Faustregel gilt, solange, wie die Krankheit in Jahren schon besteht, solange dauert die Therapie in Monaten.

Dr. Samuel Hahnemann

„Des Arztes höchster und einziger Beruf ist, kranke Menschen gesund zu machen, was man Heilen nennt.“, Samuel Hahnemann, Organon der Heilkunst § 1